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Gelber Hochflossen-Sonnenstrahlfisch -

Telmatherina antoniae

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Gelber Hochflossen-Sonnenstrahlfisch – Telmatherina antoniae

Endemischer Sonnenstrahlfisch aus dem alten Kratersee Matano (Malili-Seensystem, Zentralsulawesi, Indonesien). Telmatherina antoniae besiedelt vor allem den klaren, felsig-sandigen Uferbereich mit hoher Sichttiefe, reichlich Sauerstoff und ganzjährig warmen Temperaturen. Die gelbe Hochflossen-Variante zeigt leuchtend gelbe Flossen und ein sonnig schimmerndes Kleid; im Aquarium ist es ein sehr agiler, tagesaktiver Schwarmfisch, der ein gut strukturiertes, sehr gut eingelaufenes Aquarium mit stabil warmem, leicht alkalischem Wasser und hoher Sauerstoffsättigung benötigt.

Größe & Erscheinungsbild

Telmatherina antoniae wird je nach Herkunftslinie etwa 7–9 cm lang. Der Körper ist relativ kurz, leicht seitlich abgeflacht und typisch für Sonnenstrahlfische mit großem Kopf, end- bis leicht oberständigem Maul und zwei Rückenflossen gebaut. Die Bauchlinie verläuft leicht gebogen, die Schwanzflosse ist gegabelt und kräftig, an schnelles Schwimmen angepasst.

Die gelbe Hochflossen-Variante („Yellow“, Gelber Hochflossen-Sonnenstrahlfisch) zeigt einen silbrig bis blass türkis schimmernden Körper mit goldenem Bauch und auffallend gelb gefärbten Flossen. Besonders markant sind die hoch ausgezogene erste Rückenflosse und die großflächige, gelbe Afterflosse der Männchen, die im Balzkleid wie kleine Segel wirken. Je nach Stimmung können entlang der Flanken zwei schwache, helle Bänder sichtbar sein. Weibchen bleiben etwas kleiner, wirken gedrungener, zeigen kürzere, weniger ausgezogene Rücken- und Afterflossen und eine insgesamt dezenter gelbe Färbung.

Natürlicher Bezug & Herkunft

Der Gelbe Hochflossen-Sonnenstrahlfisch ist auf den Matano-See im Malili-Seensystem Zentralsulawesis beschränkt und damit ein echter See-Endemit. Lake Matano ist ein sehr alter, tiefer und extrem klarer Kratersee mit steilen Ufern und nur schmalem, felsig-sandigem Litoralbereich. Telmatherina antoniae kommt vor allem in ufernahen Zonen mit Felsblöcken, Steinschutt, Sandflächen und einzelnen Pflanzen- bzw. Aufwuchsrasen vor.

Das Wasser ist oligotroph, sehr klar, dauerhaft warm und leicht alkalisch; Messungen zeigen Temperaturen meist um 27–29 °C und pH-Werte deutlich über 7, häufig über 8. Die Strömung ist im Uferbereich meist schwach bis mäßig, lokal sorgen Winde und Wellen für gut durchmischte, stark sauerstoffreiche Oberflächenschichten. Die Fische stehen tagsüber in kleinen Trupps über Fels- und Geröllzonen oder über sandigen Abschnitten mit Aufwuchsflächen und jagen wirbellose Beute knapp über dem Substrat oder im freien Wasser.

Verhalten

Telmatherina antoniae ist ein lebhafter, tagesaktiver Schwarmfisch, der sich vor allem im Mittelwasser und im oberen Bodennahbereich aufhält. Im natürlichen Habitat bildet die Art lockere Gruppen, in denen die Männchen immer wieder kleine Balzareale einnehmen und dazwischen wieder in den Schwarm zurückkehren.

Im Aquarium zeigen die Tiere ein ständiges Pendeln und Balzen: Männchen präsentieren ihre hoch ausgezogenen Rücken- und Afterflossen, leuchten intensiv gelb und treiben sich gegenseitig in kurzen, aber meist harmlosen Scheinangriffen. Voraussetzung für ein stabiles Sozialverhalten ist eine Gruppe von mindestens 8–10 Tieren, damit sich Aggression verteilt. Gegenüber anderen, ähnlich temperamentvollen, nicht zu großen Mitbewohnern (z. B. robustere Regenbogenfische oder lebhafte, nicht räuberische Begleitfische) können sie gut verträglich sein; sehr kleine Fische, Garnelen oder stark revierbildende Einzelgänger sind weniger geeignet.

Aquarienhaltung

Aufgrund ihrer Aktivität sollten Gelbe Hochflossen-Sonnenstrahlfische in Aquarien ab 80 cm Kantenlänge mit guter Schwimmstrecke gepflegt werden. Feiner Sand oder feiner Kies bildet den Bodengrund, ergänzt durch größere Steine, Felsaufbauten und Wurzelholz, die Spalten und Unterstände schaffen und an die felsig-sandigen Uferzonen von Lake Matano erinnern. Einige robuste Pflanzenhorste und Aufsitzer (z. B. auf Steinen und Wurzeln) sowie Bereiche mit Aufwuchsflächen runden die Einrichtung ab.

Wichtiger als üppige Bepflanzung sind eine sehr gute Filterung, hohe Sauerstoffsättigung und stabile, eher hohe Temperaturen. Leistungsfähige Außenfilter oder Innenfilter mit zusätzlicher Strömungspumpe sorgen für eine gleichmäßige, nicht zu heftige Strömung und gut bewegte Wasseroberfläche. Regelmäßige, größere Wasserwechsel (z. B. wöchentlich 30–50 %) mit gut angepasstem, leicht alkalischem Wasser halten Nährstoff- und Keimbelastung niedrig. Ein sehr gut eingelaufenes Aquarium mit stabilen Werten ist Pflicht; plötzliche Temperatur- oder pH-Sprünge werden schlecht toleriert.

Wasserparameter

  • Temperatur: 26–29 °C
  • pH-Wert: 7,5–8,5
  • Härte: weich bis mittelhart

Ernährung

In der Natur ernährt sich Telmatherina antoniae überwiegend von kleinen Wirbellosen (Insektenlarven, Kleinkrebsen, Zooplankton), die im freien Wasser oder über Fels- und Sandflächen aufgenommen werden, sowie von weichen Algen- und Aufwuchskomponenten. Im Aquarium bildet ein feinkörniges, langsam sinkendes, auf Regenbogenfische bzw. carnivore bis omnivore Kleinfische abgestimmtes hochwertiges Granulat die Futterbasis, ergänzt durch kleine, gut lösliche Boden- oder Cichliden-Tabletten, die in Strömungsbereichen platziert werden können.

Für Kondition, Laichbereitschaft und intensive Färbung sind regelmäßige Gaben von Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops, feinen Mückenlarven, Daphnien oder kleinen Krustentier-Mischungen wichtig. Ein geringer pflanzlicher Anteil (Spirulina-Anteil im Trockenfutter, fein gehackte grüne Kost) unterstützt die Verdauung und simuliert den natürlichen Aufwuchsanteil. Mehrere kleine Fütterungen über den Tag verteilt sind ideal, um den hohen Energiebedarf der aktiven Schwarmfische zu decken, ohne die Wasserqualität zu belasten.

Fortpflanzung

Der Gelbe Hochflossen-Sonnenstrahlfisch ist ein typischer Dauerlaicher ohne Brutpflege. Männchen balzen in kleinen Revierzentren, zeigen ihre hohen Flossen und führen schnelle, ruckartige Balzbewegungen aus, um Weibchen zu Laichsubstraten zu locken. In der Natur wird vor allem in feinfiedrigen Pflanzenbeständen, über Aufwuchsflächen oder in Spalten der Fels- und Geröllzonen abgelaicht.

Im Aquarium gelingt die Zucht in gut strukturierten Gruppenbecken, wird aber einfacher in einem separaten Zuchtbecken mit feinfiedrigen Pflanzen (z. B. Javamoos, Nixkraut) oder Laichmopps. Die Eier werden in kleinen Portionen über einen längeren Zeitraum verteilt abgelegt und nicht bewacht; Eltern und andere Fische fressen die Eier bereitwillig, weshalb Laichsubstrate regelmäßig entfernt oder die Elterntiere nach Laichabgabe umgesetzt werden sollten. Die Entwicklungszeit ist temperaturabhängig kurz; Larven können nach dem Schlupf mit feinem Staubfutter und frisch geschlüpften Artemia-Nauplien aufgezogen werden. Sehr sauberes, gut belüftetes Wasser und fein strukturierte Aufzuchtsbehälter erhöhen die Erfolgsquote deutlich.

  • Maximale Größe: ca. 7–9 cm
  • Herkunft: Lake Matano, Malili-Seensystem (Sulawesi, Indonesien) – klarer, warmer, oligotropher Kratersee mit felsig-sandigem Uferlitoral
  • Besonderheiten: endemischer Sonnenstrahlfisch mit leuchtend gelber Hochflossen-Variante; sehr agiler Schwarmfisch, der dauerhaft warmes, leicht alkalisches, sauerstoffreiches Wasser, starke Filterung, längere Becken (ab 80 cm) und Gruppenkontakt benötigt.

Steckbrief zum Telmatherina antoniae

Nahrung

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