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Rineloricaria sp Red 2

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Rineloricaria sp Red 2

Intensiv rotbraune Hexenwels-Zuchtlinie aus dem „Roten Hexenwels“-/L010a-Komplex, die im Handel unter der Bezeichnung Rineloricaria sp Red 2 geführt wird. Die Tiere gehen auf eine in Europa etablierte Zuchtform zurück, deren ursprüngliche Wildform mit hoher Wahrscheinlichkeit im Umfeld von Rineloricaria/Hemiloricaria heteroptera zu suchen ist. Sie bewohnen in ihren natürlichen Vorbildhabitaten sandige, gut durchströmte Flussabschnitte mit hoher Sauerstoffsättigung, Wurzeln, Totholz und Bereichen mit Laubansammlungen. Im Aquarium handelt es sich um einen sehr friedlichen, bodenorientierten Aufwuchsfresser, der ein gut strukturiertes, sauerstoffreiches und gut eingelaufenes Aquarium mit Feinsandboden benötigt.

Größe & Erscheinungsbild

Rineloricaria sp Red 2 erreicht im Aquarium typischerweise etwa 10–11 cm Gesamtlänge. Der Körper ist sehr langgestreckt und schlank, typisch „Hexenwels“-förmig, mit niedriger Körperhöhe, abgeflachtem Querschnitt und peitschenartig ausgezogenem Schwanzfilament. Der Kopf ist dreieckig, das Maul unterständig mit breiten Haftlippen, die zum Abweiden des Substrats dienen.

Charakteristisch ist die kräftig rotbraune bis ziegelrote Grundfärbung, die bei dieser Zuchtlinie meist besonders satt ausfällt. Entlang der Körperseiten können feinere, etwas dunklere Punktreihen oder zarte Bänder erkennbar sein; Flossen und Filament zeigen ein halbtransparentes Rot bis Orange mit dezenter Punktzeichnung. Jungtiere wirken häufig noch heller und entwickeln mit zunehmendem Alter und guter Fütterung eine intensivere Rotfärbung. Geschlechtsreife Männchen tragen deutlich sichtbare, kurze Odontoden („Borsten“) auf Kopf und Brustflossenstrahlen und wirken etwas kantiger, während Weibchen einen runderen Bauch und insgesamt fülligeres Erscheinungsbild zeigen.

Natürlicher Bezug & Herkunft

Die Bezeichnung Red 2 verweist auf eine Zuchtlinie innerhalb des bekannten „Roten Hexenwels“-, L010a- bzw. Rineloricaria sp.-„Rot“-Komplexes. Als Ursprung werden in der Fachliteratur und in der Wels-Szene Zuchtbemühungen in der ehemaligen DDR genannt, bei denen rot gefärbte Tiere aus Importen selektiert und weiter vermehrt wurden. Später wurden verschiedene Linien vermutlich mit Rineloricaria/Hemiloricaria heteroptera bzw. lanceolata gekreuzt, wodurch heute unterschiedliche Rotvarianten und Größen vorliegen.

Die natürlichen Referenz-Lebensräume dieser Formen liegen in tropischen Flusssystemen Südamerikas (u. a. Amazonas-Nebenflüsse), wo vergleichbare Arten sandige Uferzonen, ruhigere Seitenarme, Buchten und mittelstark strömende Flussabschnitte nutzen. Typisch sind Feinsand oder sehr feiner Kies als Substrat, vereinzelte Steine, Wurzeln und Totholz sowie Randbereiche mit Laubansammlungen. Das Wasser ist überwiegend weich bis mittelhart, leicht sauer bis annähernd neutral, klar bis leicht bräunlich gefärbt und stark sauerstoffreich.

Verhalten

Rineloricaria sp Red 2 ist ein ausgesprochen friedlicher, überwiegend dämmerungs- und nachtaktiver Bodenfisch. Die Tiere ruhen tagsüber oft flach auf dem Substrat oder zwischen Wurzeln und werden mit gedämpftem Licht und in der Abenddämmerung deutlich aktiver. Sie durchsieben den Bodengrund nach Nahrung und weiden Holz, Steine und andere Aufwuchsflächen kontinuierlich ab.

Innerartlich kommt es vor allem bei erwachsenen Männchen zu leichten Rangeleien um Höhlen und bevorzugte Ruheplätze; ernsthafte Verletzungen sind bei ausreichender Struktur selten. Gegenüber anderen friedlichen Beifischen bleibt die Art unauffällig und ist daher gut mit kleinen bis mittelgroßen Salmlern, Zwergbuntbarschen, Panzerwelsen und friedlichen Labyrinthfischen kombinierbar. Sehr hektische, stark revierbildende oder grobschlächtige Fische sowie Flossenknabberer sollten vermieden werden, da die zierlichen Flossen und Filamente empfindlich sind.

Aquarienhaltung

Für eine kleine Gruppe oder Zuchtgruppe wird ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge empfohlen; eine größere Grundfläche ist immer von Vorteil. Zentrales Element ist ein weicher, feiner Sandboden (alternativ sehr feiner, absolut abgerundeter Kies), damit sich die Tiere gefahrlos abstützen und zeitweise leicht eingraben können. Spitze oder scharfkantige Substrate sind ungeeignet. Flach liegende Wurzeln, Steine, Ton- oder PVC-Röhren und Laub sorgen für Verstecke und strukturierte Aufwuchsflächen.

Als Einrichtung bietet sich eine Mischung aus freien Sandbereichen und bepflanzten Randzonen an, ergänzt um Wurzeln und Totholz mit Aufsitzerpflanzen. Mehrere enge Röhren (etwa 1,5–2 cm Innendurchmesser) dienen gleichzeitig als Rückzug und mögliche Laichplätze. Die Filterung sollte leistungsfähig sein und eine moderate bis deutliche Strömung entlang des Bodens erzeugen; eine gut bewegte Oberfläche sorgt für hohe Sauerstoffsättigung. Wöchentliche Wasserwechsel von etwa 30–50 % mit gut angepasstem, sehr sauberem Wasser sind wichtig, da empfindliche Harnischwelse sensibel auf erhöhte Keimzahlen und starke Schwankungen reagieren. Ein gut eingelaufenes Aquarium ist Voraussetzung.

Wasserparameter

  • Temperatur: 24–28 °C
  • pH-Wert: 6,0–7,5
  • Härte: weich bis mittelhart

Ernährung

Rineloricaria sp Red 2 ist ein omnivorer Aufwuchsfresser, der in der Natur feinen Aufwuchs, Biofilm, Algenbeläge und kleine Wirbellose vom Substrat aufnimmt. Im Aquarium bildet eine Mischung aus langsam sinkenden, hochwertigen Granulaten für Harnisch- und Bodenfische sowie speziellen Wels-Tabletten die Futterbasis. Diese werden idealerweise auf Sandflächen, flache Steine oder Wurzeln gegeben, damit die Tiere in typischer „Abweide-Haltung“ fressen können.

Zur Ergänzung sollten regelmäßig Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Mückenlarven, Daphnien oder klein gehackte Krustentierchen gereicht werden, um Kondition, Wachstum und Färbung zu unterstützen. Ein pflanzlicher Anteil (z. B. Spirulina-haltige Futtersorten, überbrühte Gemüsechips wie Zucchini oder Spinat) fördert die Verdauung und simuliert den natürlichen Aufwuchsanteil. Mehrere kleinere Fütterungen über den Tag verteilt sind besser als eine große; Futterreste dürfen nicht im Sand verbleiben, um Wasserbelastung zu vermeiden.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung von Rineloricaria sp Red 2 entspricht im Prinzip der anderer „Roter Hexenwels“-Linien und ist in der Aquaristik gut dokumentiert. Es handelt sich um Höhlenlaicher mit Brutpflege durch das Männchen. In einem separaten, ruhig gelegenen Becken mit mehreren engen Röhren und sehr sauberem, sauerstoffreichem Wasser sucht sich ein Männchen eine Höhle und besetzt diese als Revier.

Nach intensiver Konditionierung mit reichlich Lebend- und Frostfutter folgt die Paarung in der Höhle; das Weibchen klebt ein Gelege (oft 40–80 oder mehr Eier) an die Höhlenwand. Anschließend übernimmt das Männchen allein die Bewachung und befächelt die Eier bis zum Schlupf. Die Larven zehren zunächst vom Dottersack und verlassen die Höhle erst, wenn sie frei schwimmen und aktiv nach Nahrung suchen. Als Erstfutter eignen sich frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und sehr feine Frost- oder Staubfuttersorten. Entscheidend für eine erfolgreiche Aufzucht sind eine niedrige Keimdichte, hohe Sauerstoffsättigung und sorgfältige, aber schonende Wasserpflege.

  • Maximale Größe: ca. 10–11 cm
  • Herkunft: Zuchtlinie aus dem „Roter Hexenwels“-/L010a-Komplex; ursprüngliche Wildform vermutlich im südamerikanischen Flusssystem (u. a. Rineloricaria/Hemiloricaria heteroptera-Umfeld)
  • Besonderheiten: intensiv rot gefärbte Hexenwels-Zuchtlinie mit moderater Endgröße; sehr friedlich und gut gruppenverträglich; benötigt Feinsandboden, viele Röhren/Höhlen, gute Sauerstoffversorgung, regelmäßige Wasserwechsel und ein gut eingelaufenes Aquarium; für engagierte Einsteiger und fortgeschrittene Welsfreunde geeignet.

Steckbrief zum Rineloricaria sp Red 2

Nahrung

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