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China-Zwergbitterling -

Rhodeus microlenis

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China-Zwergbitterling – Rhodeus microlenis

Winzig kleiner Bitterling aus kühlen Zuflüssen des mittleren Yangtse in China, der im Hobby als China-Zwergbitterling bekannt ist. Die hier als Rhodeus microlenis geführte Form entspricht nach heutigem Kenntnisstand der 2020 beschriebenen Art Rhodeus cyanorostris aus klaren, gut durchlüfteten Bächen mit Kies- bis Sandgrund, dichter Vegetation und vielen Süßwassermuscheln. Für die erfolgreiche, langfristige Haltung sind kühle Temperaturen, sehr sauberes Wasser, reichlich Pflanzen und ein sehr gut eingelaufenes Aquarium entscheidend.

Größe & Erscheinungsbild

Mit nur etwa 2–3 cm Gesamtlänge gehört der China-Zwergbitterling zu den kleinsten im Handel erhältlichen Karpfenfischen. Der Körper ist kurz, hochrückig und seitlich leicht abgeflacht, die Schuppen sind fein, mit deutlich dunklerem Rand. Die Grundfärbung ist beige bis gelblich, der Rücken zeigt einen metallisch grünlich-blauen Glanz. Entlang der Flanke verläuft ein schmaler, dunkelblauer Seitenstreifen, dem oft ein senkrechter, heller gelblicher Balken vorausgeht. In Balzstimmung intensivieren die Männchen die Färbung: Maulpartie leuchtend blau, Kopfunterseite und Bauch gelb bis orange, die unpaaren Flossen kräftig gelb-orange. Weibchen bleiben kleiner und schlichter gefärbt; zur Laichzeit entwickelt sich ein deutlich verlängerter Eiablageschlauch.

Natürlicher Bezug & Herkunft

Endemisch in Zuflüssen des mittleren Yangtse-Flusssystems (u. a. im Sichuan-Becken, China). Der China-Zwergbitterling bewohnt langsam bis moderat strömende Bach- und Flussabschnitte mit klarem, kühlem Wasser. Der Untergrund besteht aus feinem Kies und Sand, durchsetzt mit Steinen, Wurzeln und Bereichen mit Laubansammlungen. Dichte Ufer- und Wasserpflanzenbestände bieten Deckung, das Wasser ist sauerstoffreich und eher nährstoffarm. In diesen Habitaten kommt die Art gemeinsam mit anderen Kleinfischen sowie mit Süßwassermuscheln vor, die für die Fortpflanzung unverzichtbar sind.

Verhalten

Der China-Zwergbitterling ist ein sehr friedlicher Schwarmfisch und sollte stets in Gruppen von mindestens 8–10 Tieren gepflegt werden. Er hält sich überwiegend in den mittleren Wasserschichten auf und zeigt dort lebhafte, aber wenig aggressive Interaktionen. Männchen tragen vor allem in der kühleren Jahreszeit kurze Imponierduelle aus, bei denen die intensiven Farben präsentiert werden. Gegenüber anderen kleinen, ruhigen Arten ist er gut verträglich; frisch geschlüpfte Garnelen oder sehr kleiner Nachwuchs anderer Fische können jedoch als Beute angesehen werden.

Aquarienhaltung

Für eine kleine Gruppe ist ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge gut geeignet. Wichtig sind ein kühler Standort ohne dauerhaft laufenden Heizstab, eine leistungsfähige Filterung mit zügigem, aber nicht reißendem Durchfluss sowie regelmäßige, eher größere Wasserwechsel. Als Einrichtung eignen sich feiner Sand oder fein- bis mittelkörniger Kies, abgerundete Steine, Wurzeln und eine dichte Bepflanzung, kombiniert mit offenen Schwimmzonen. Bereiche mit Laubansammlungen und feinen Aufwuchsflächen (z. B. Wurzeln, Steine mit Aufsitzerpflanzen) fördern Kleinstlebewesen als Zusatzfutter. Für Zuchtversuche sollten lebende Süßwassermuscheln (z. B. Körbchenmuscheln) angeboten werden. Der China-Zwergbitterling reagiert empfindlich auf schlechte Wasserhygiene – ein sehr gut eingelaufenes Aquarium mit stabilen Parametern ist daher Pflicht.

Wasserparameter

  • Temperatur: 16–22 °C
  • pH-Wert: 6,5–7,5
  • Härte: weich bis mittelhart

Ernährung

China-Zwergbitterlinge sind überwiegend carnivore Kleintierfresser, die in der Natur kleine Wirbellose und Zooplankton aufnehmen. Im Aquarium werden feine Lebendfuttersorten wie Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien und kleine Mückenlarven besonders gern genommen. Ergänzend sollten sehr feine, langsam sinkende, hochwertige Granulate und Flocken sowie kleine Tabs angeboten werden, die sie nach Gewöhnung zuverlässig akzeptieren. Eine abwechslungsreiche Kombination aus hochwertigem Trockenfutter und feinem Lebend-/Frostfutter unterstützt Kondition, Färbung und Fortpflanzungsbereitschaft.

Fortpflanzung

Wie alle Bitterlinge ist der China-Zwergbitterling ein Muschelbrüter. Zur Laichzeit bilden sich bei den Weibchen lange Eiablageschläuche aus, mit denen sie die einzelnen Eier in die Kiemenhöhle lebender Süßwassermuscheln einbringen. Die Männchen geben den Samen in der Nähe der Muschelöffnung ab, die Befruchtung erfolgt im Inneren der Muschel. Die Embryonen entwickeln sich geschützt zwischen den Kiemenblättern, schlüpfen nach einer Ruhephase und verlassen als weit entwickelte Larven die Muschel. Für die in der Natur beobachtete Herbst-/Winterlaichzeit sind kühlere Temperaturen und eine deutliche Saisonierung ausschlaggebend; im Aquarium ist die Nachzucht dieser Art bislang erst in wenigen Fällen gelungen und erfordert sehr sorgfältig vorbereitete Muscheln, stabile Wasserqualität und eine angepasste „Winterphase“.

  • Maximale Größe: ca. 2–3 cm
  • Herkunft: Zuflüsse des mittleren Yangtse im Sichuan-Becken, China
  • Besonderheiten: extrem kleinbleibender, kühle Temperaturen bevorzugender Muschelbrüter; benötigt sehr sauberes, gut sauerstoffreiches Wasser und eignet sich ideal für ungeheizte, dicht bepflanzte Aquarien ab 60 cm.

Steckbrief zum Rhodeus microlenis

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