
Corydoras sp gurana 3
Seltene, kurzschnäuzige Panzerwels-Form aus dem brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso (Handelsname „gurana 3“, CW213), die aktuell systematisch der Gattung Hoplisoma zugerechnet wird. Die Tiere stammen aus kleineren Nebenflüssen mit weichem Substrat, eher ruhigen bis mäßig strömenden Abschnitten, reich an Holzstrukturen und Bereichen mit Laubansammlungen. Im Aquarium benötigen sie feinen Sandboden, gute Sauerstoffversorgung und ein gut eingelaufenes Aquarium mit stabilen, nicht zu hartem Wasser.
Größe & Erscheinungsbild
Corydoras sp gurana 3 erreicht etwa 5–5,5 cm Gesamtlänge, Weibchen werden etwas kräftiger und minimal größer als die Männchen. Die Grundfärbung ist beige bis gelblich mit feiner dunkler Punktzeichnung und unregelmäßigen Flecken, teilweise zu einer dezenten Längsbinde zusammenfließend, was an andere „Guarana“-Formen erinnert. Typisch für die zu Hoplisoma gehörenden Arten sind der kurze Kopf, die hoch angesetzte Rückenflosse und die deutlich abgesetzte Augenbinde; die Bauchseite bleibt heller und wirkt bei gut gepflegten Tieren leicht goldig.
Natürlicher Bezug & Herkunft
Die Art stammt aus Südamerika, Brasilien, Bundesstaat Mato Grosso, wo sie in kleineren Nebenflüssen und Bächen eines größeren Flusssystems (lokale Angaben variieren) gefunden wird. Es handelt sich um überwiegend klare bis leicht angetönte Gewässer mit weichem Sand- oder Feinsubstrat, eingestreutem Totholz und Bereichen mit Laubansammlungen. Die Gewässer sind gut sauerstoffreich, zeigen je nach Regenzeit Wasserstandsschwankungen und teils etwas stärkere Strömung in den Rinnen, während die Fische bevorzugt ruhigere Rand- und Uferzonen aufsuchen.
Verhalten
Corydoras sp gurana 3 ist ein sehr friedlicher Bodenfisch, der in der Gruppe ein ausgeprägtes Sozialverhalten zeigt. Die Tiere durchstöbern in lockeren Trupps den Bodengrund, ruhen zeitweise gemeinsam unter Wurzeln oder zwischen Pflanzen und reagieren sensibel auf plötzliche Störungen. Als typische Panzerwelse sollten sie in Gruppen von mindestens 6–8, besser 10+ Exemplaren gehalten werden; gegenüber anderen ruhigen Beifischen (kleine Salmler, Bärblinge, Zwergbuntbarsche) verhalten sie sich verträglich und unauffällig.
Aquarienhaltung
Für die dauerhafte Pflege wird ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge empfohlen; bei größeren Gruppen sind Becken ab 80 cm sinnvoll. Der Bodengrund sollte aus feinem Sand bestehen, damit die Tiere gefahrlos gründeln können; zusätzlich sind Wurzeln, Äste und Steine als Strukturgeber sowie einige robuste Pflanzen ideal. Bereiche mit Laubansammlungen (Seemandelbaum-, Buchen- oder Eichenlaub) bieten natürliche Verstecke und zusätzliche Mikrofauna. Eine leistungsfähige Filterung mit sanfter bis mäßiger Strömung, gute Belüftung und regelmäßige, eher größere Wasserwechsel (wöchentlich ca. 30–50 %) sorgen für stabile, saubere Verhältnisse. Beleuchtung kann eher gedämpft erfolgen, z. B. mit Schwimmpflanzen, damit die Tiere sich sicher fühlen.
Wasserparameter
- Temperatur: 22–26 °C
- pH-Wert: 6,0–7,5
- Härte: sehr weich bis mittelhart
Ernährung
Corydoras sp gurana 3 ist ein typischer Allesfresser mit Schwerpunkt auf kleinem Bodenlebendfutter. Im Aquarium eignet sich eine Basis aus hochwertigem, fein sinkendem Granulat für Bodenfische sowie passenden Wels-Tabletten. Ergänzend sollten regelmäßig Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Mückenlarven (rot nur sparsam) und kleingeschnittene Tubifex angeboten werden. Gelegentlich überbrühte Gemüsechips (z. B. Zucchini, Spinat) oder pflanzlich betonte Futtersorten sind eine sinnvolle Ergänzung, dürfen aber nicht die Hauptnahrung ersetzen. Mehrere kleine Fütterungen über den Tag sind besser als eine große, Futterreste sollten nicht dauerhaft im Sand liegen bleiben.
Fortpflanzung
Die Fortpflanzung entspricht dem typischen Panzerwels-Muster mit T-Stellung: nach einer Konditionierung mit reichlich Lebend- und Frostfutter sowie einem oder mehreren etwas kühleren, größeren Wasserwechseln kommen die Tiere in Laichstimmung. Das Weibchen klebt kleine Eipakete an Scheiben, Pflanzen, Wurzeln oder in feinen Spalten ab, während das Männchen sie in der T-Stellung befruchtet. Zur gezielten Zucht werden häufig ein Zuchttrupp in einem kleineren Becken, weiches leicht saures Wasser und ein Schwammfilter verwendet; die Eier können zum Schutz vor Verpilzung separiert und leicht belüftet werden. Die geschlüpften Larven werden zunächst mit Infusorien und feinem Staubfutter, danach mit Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen großgezogen, empfindlich sind sie insbesondere gegenüber schlechter Wasserhygiene.
- Maximale Größe: ca. 5,5 cm
- Herkunft: Brasilien, Bundesstaat Mato Grosso (Nebenflüsse in einem größeren Flusssystem)
- Besonderheiten: neue, seltene „Guarana“-Form (CW213) aus der kurzschnäuzigen Hoplisoma-Gruppe; benötigt feinen Sand und sauberes, sauerstoffreiches Wasser; nur in größeren Gruppen wirklich gut zu beobachten.
Steckbrief zum Corydoras sp gurana 3 CW213
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