
Brochis spec CW191 – Brochis spec CW191
Unbeschriebene CW-Form aus dem Tapajós-System, die im Aquarium als ruhiger, sehr geselliger Bodenfisch auftritt. Am besten in einem gut eingelaufenen Aquarium mit feinem Sand, Holz und Bereichen mit Laubansammlungen pflegen – dort zeigt die Gruppe ihr typisches Such- und Schwarmverhalten besonders natürlich.
Größe & Erscheinungsbild
Endgröße etwa 5,5–6 cm. Rundschnäuzige Corydoradinae-Form mit kräftigen Brustflossenstacheln und typischer Panzerung. Die Zeichnung wird in der Literatur als sehr ähnlich zu Hoplisoma sp. (CW192) und (CW195) geführt (nahe verwandter Formenkreis); in der Praxis variiert die Intensität je nach Herkunftsstamm, Bodengrund und Wohlbefinden.
Natürlicher Bezug & Herkunft
Brasilien (Bundesstaat Pará), aus dem Rio Jamanxim im Einzugsgebiet des Rio Tapajós. Der Tapajós gilt großräumig als Klarwasser-System mit vergleichsweise geringer Mineralfracht; lokal wechseln je nach Saison Wasserstand, Strömung und Trübung. Typische Mikrohabitate für Corydoradinae sind flachere Uferzonen und ruhigere Abschnitte mit Sand, feinem Kies, Wurzelwerk und Laubeintrag – oft dort, wo sich Nahrungspartikel absetzen.
Verhalten
Ausgesprochen friedlich und gruppenorientiert. In einer ausreichend großen Gruppe sind die Tiere deutlich aktiver, durchsuchen gemeinsam den Bodengrund und nutzen Deckung unter Holz/Blättern. Gegenüber anderen ruhigen Arten gut vergesellschaftbar; hektische oder sehr dominante Mitbewohner dämpfen das natürliche Verhalten.
Aquarienhaltung
Mindestmaß ab 60 cm Beckenlänge, besser mehr Grundfläche für eine Gruppe. Unbedingt feiner Sand (Barteln schonen), ergänzt durch Wurzeln, glatte Steine und Laub. Eine gute Sauerstoffversorgung, sauberes Wasser und regelmäßige Teilwasserwechsel sind wichtiger als „viel Technik“ – moderater Durchfluss mit strömungsberuhigten Zonen kommt dem natürlichen Suchverhalten entgegen.
Wasserparameter
- Temperatur: 22–26 °C
- pH-Wert: 6,0–7,2
- Härte: sehr weich bis weich
Ernährung
Allesfresser mit Schwerpunkt auf kleinen Wirbellosen und organischem Aufwuchs vom Bodengrund. Im Aquarium ideal: hochwertiges sinkendes Granulat, feine Tabletten sowie Frost- und Lebendfutter (z. B. Cyclops, Artemia, Daphnien, schwarze/weiße Mückenlarven in passender Größe). Mehrere kleine Portionen sind besser als seltene große Fütterungen; Reste sollten nicht im Bodengrund „vergammeln“.
Fortpflanzung
Typischer Haftlaicher: Eier werden einzeln oder in kleinen Gruppen an Scheiben, Pflanzen, Wurzeln oder unter Laub abgelegt. Auslöser sind häufig reichliche Fütterung, sehr gute Wasserqualität und größere Wasserwechsel (leicht kühler). Für eine gezielte Nachzucht eignen sich Ablaichmopps/feinblättrige Pflanzen und das Separieren der Eier (Schutz vor Verpilzung und Fraß).
- Maximale Größe: ca. 5,5–6 cm
- Herkunft: Brasilien, Rio Jamanxim (Rio Tapajós-System), Pará
- Besonderheiten: CW-Nummer für eine bislang unbeschriebene Form; in neueren Übersichten wird diese Gruppe häufig im Umfeld von Hoplisoma (Linie 9) geführt