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Indawgyi-Flusswels -

Akysis prashadi

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Indawgyi-Flusswels – Akysis prashadi

Kleinbleibender, cryptisch gefärbter Flusswels aus dem Einzugsgebiet des Indawgyi-Sees im Norden Myanmars. Akysis-Arten besiedeln klare, kühle bis mäßig temperierte Bäche mit sandig-kiesigem Untergrund, Wasserwurzeln, Steinen und Bereichen mit Laubansammlungen, meist bei moderater bis kräftiger Strömung und hohem Sauerstoffgehalt. Der Indawgyi-Flusswels ist ein ruhiger, dämmerungsaktiver Bodenfisch, der sich gern im feinen Sand eingräbt und daher ein gut eingelaufenes, sauber gefiltertes Aquarium mit feinem Bodengrund, Strömung und vielen Verstecken benötigt.

Größe & Erscheinungsbild

Akysis prashadi erreicht eine maximale Länge von etwa 6–7 cm, im Aquarium bleiben viele Tiere bei ca. 5–6 cm. Der Körper ist gestreckt, leicht abgeflacht und mit fester, lederartiger Haut und feinen Knötchen (Tuberkeln) bedeckt. Der Kopf ist relativ breit, mit endständigem Maul und vier Bartelpaare. Die Grundfärbung ist dunkelbraun bis schwarzbraun mit unregelmäßigen, gelb- bis ockerfarbenen Bändern und Flecken über Körper und Flossen; besonders Rücken- und Schwanzflosse zeigen helle Säume und Muster. Wie alle Akysis besitzt die Art kräftige, gesägte Brustflossenstacheln, deren Stich schmerzhaft sein kann – beim Hantieren ist daher Vorsicht geboten. Ein äußerer Geschlechtsunterschied ist kaum ausgeprägt; voll ausgefärbte Weibchen wirken etwas fülliger und breiter im Bauchbereich.

Natürlicher Bezug & Herkunft

Der Indawgyi-Flusswels ist endemisch im Einzugsgebiet des Indawgyi-Sees im Kachin-Staat im Norden Myanmars und damit Teil des oberen Irrawaddy-Systems. Er wurde an den Zuflüssen und Bächen rund um den See sowie in Flussarmen bei Kamaing beschrieben. Diese Gewässer sind überwiegend klare, flache, schnell bis mäßig fließende Bäche mit sandigem bis feinkiesigem Substrat, eingestreuten Steinen und Geröllflächen, Totholz, Wurzeln und Bereichen mit Laubansammlungen. Die Strömung sorgt für hohe Sauerstoffsättigung, während die Temperaturen eher im unteren bis mittleren Zwanzigerbereich liegen. Die Tiere halten sich tagsüber bevorzugt zwischen Steinen, in Spalten und unter Laub oder eingegraben im Sand auf und gehen in der Dämmerung und nachts auf Nahrungssuche.

Verhalten

Akysis prashadi ist ein sehr friedlicher, eher scheuer Bodenfisch, der stark dämmerungs- und nachtaktiv ist. Tagsüber sind die Tiere in gut strukturierten Aquarien kaum zu sehen, da sie sich gern vollständig in feinen Sand eingraben und nur die Barteln aus dem Bodengrund schauen lassen. Beim Füttern werden sie deutlich aktiver und suchen den Bodengrund nach Futter ab. Untereinander sind sie verträglich; leichte Rempeleien um attraktive Stellen oder Futter kommen vor, führen bei ausreichend Platz und Verstecken aber kaum zu Verletzungen. Die Haltung in einer kleinen Gruppe von 4–6 Tieren ist empfehlenswert, da sich die Welse dann sicherer fühlen und natürlicheres Verhalten zeigen. Gegenüber anderen kleinen, ruhigen Fischen des Mittel- und Oberwassers sind sie friedlich, zu winzige Mitbewohner können jedoch als Beute betrachtet werden.

Aquarienhaltung

Für eine kleine Gruppe Indawgyi-Flusswelse ist ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge sinnvoll; wichtiger als die Höhe ist ausreichend Grundfläche. Der Bodengrund sollte aus feinem Sand bestehen, in den die Tiere sich gefahrlos eingraben können; eingestreute Rundkiesel, kleinere Steine und flache Schieferplatten bilden Versteckstrukturen. Wurzeln, Äste, Höhlen und dichte Randbepflanzung sorgen zusätzlich für Deckung und dunklere Zonen. Die Strömung darf moderat bis deutlich sein, sollte aber Bereiche mit ruhigerem Wasser und Sandflächen belassen; eine gut bewegte Wasseroberfläche und kräftige Filterung sind wichtig für hohe Sauerstoffsättigung und geringe Nährstoffbelastung. Beleuchtung eher gedämpft, gern mit Schwimmpflanzen oder überhängenden Wurzeln abgeschattet. Wöchentliche Wasserwechsel von ca. 30–50 % und ein sehr gut eingelaufenes Aquarium mit niedrigen Nitrat- und Keimzahlen sind entscheidend, da die Art empfindlich auf schlechte Wasserqualität reagiert.

Wasserparameter

  • Temperatur: 19–24 °C
  • pH-Wert: 6,0–7,2
  • Härte: weich bis mittelhart

Ernährung

Der Indawgyi-Flusswels ist ein kleintierfressender Bodenjäger, der in der Natur vor allem Insektenlarven, kleine Krebstierchen und Würmchen aus dem Substrat aufnimmt. Im Aquarium nimmt er anfangs meist bevorzugt Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Mückenlarven, Daphnien oder feine Krill- und Mysis-Stückchen an. Mit etwas Geduld lassen sich viele Tiere auch an hochwertiges, fein sinkendes Granulat und kleine, proteinreiche Tabletten für Bodenfische gewöhnen, die in Strömungsbereichen auf dem Sand angeboten werden. Gefüttert wird am besten in der Dämmerung oder bei reduzierter Beleuchtung, damit die scheuen Welse nicht von schnelleren Mitbewohnern verdrängt werden. Mehrere kleine Futtergaben und eine maßvolle, eiweißbetonte Fütterung helfen, Wasserqualität und Kondition zu erhalten.

Fortpflanzung

Akysis prashadi ist ein eierlegender Flusswels; nach derzeitigen Erkenntnissen wird keine Brutpflege betrieben. In der Natur laicht die Art vermutlich in strömungsgeschützten Bereichen zwischen Steinen, Wurzeln oder im Laub ab. Im Aquarium sind gesicherte Zuchterfolge selten dokumentiert, Berichte sprechen von gelegentlichen Laichabgaben ohne weitere Betreuung der Eier. Entsprechend stammen die meisten Tiere im Handel noch aus Wildfängen. Für gezielte Zuchtversuche wären ein kühleres, gut durchströmtes Spezialbecken, feiner Sand, zahlreiche Verstecke und eine Konditionierung mit reichlich Lebendfutter sinnvoll; konkrete, reproduzierbare Methoden liegen bislang jedoch nicht vor.

  • Maximale Größe: ca. 6–7 cm
  • Herkunft: nördliches Myanmar, Zuflüsse und Bäche im Einzugsgebiet des Indawgyi-Sees (oberes Irrawaddy-System)
  • Besonderheiten: kühler zu haltender, sehr friedlicher Strömungs-Wels mit Vorliebe für feinen Sand und Strömungszonen; vergräbt sich gern vollständig im Substrat; besitzt kräftige, schmerzhafte Bruststacheln – beim Umsetzen Vorsicht; ideal für gut gefilterte, kühler temperierte Bäch-/Flusslayouts mit Strömung.

Steckbrief zum Akysis prashadi

Nahrung

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