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Ultrafine point Pigeon Blood Diskus -

Symphysodon sp. Pigeon Blood Ultrafine

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Ultrafine point Pigeon Blood Diskus – Symphysodon sp. Pigeon Blood Ultrafine

Sehr fein gemusterte Pigeon-Blood-Zuchtform innerhalb des Diskus-Komplexes, entstanden aus Linien mit starkem Pigeon-Blood-Gen und extrem feinem Punkt-/Netzmuster. Alle Pigeon-Blood-Diskus gehen auf eine Mutation zurück, die Ende der 1980er-Jahre in Thailand aus roten Turquoise-Linien hervorging und seitdem in zahlreichen Farb- und Zeichnungsvarianten weitergezüchtet wurde. Wie alle Diskus benötigt auch der Ultrafine point Pigeon Blood Diskus sehr warmes, weiches bis mittelhartes, leicht saures Wasser, Gruppenhaltung, starke Filterung und ein großzügiges, gut eingelaufenes Aquarium mit stabilen Bedingungen.

Größe & Erscheinungsbild

Je nach Zuchtlinie erreicht Symphysodon sp. Pigeon Blood Ultrafine im Aquarium etwa 15–18 cm Scheibendurchmesser, einzelne Tiere können bis rund 20 cm groß werden. Der Körper ist typisch scheibenförmig, stark seitlich abgeflacht, mit relativ kleinem Kopf, großen roten Augen und kurzer, abgerundeter Schwanzflosse. Rücken- und Afterflosse ziehen sich fast über die gesamte Körperlänge und bilden mit dem Körper eine geschlossene, ovale Kontur.

Charakteristisch für die Ultrafine-Variante ist das äußerst feine, engmaschige Pigeon-Blood-Muster: Auf einem hellen, oft creme- bis pastellfarbenen Grund liegen unzählige sehr feine rote bis orangefarbene Linien, Punkte oder Netzmuster („ultrafine point“), die sich über den ganzen Körper und oft weit in die unpaaren Flossen hinein ziehen. Der Kopf ist meist intensiver orange- bis rot gefärbt, die Augen leuchtend rot. Wie bei Pigeon-Blood-Linien typisch können je nach Haltung und Hintergrund schwarze Sprenkel („peppering“) auftreten, insbesondere an Kopf, Rücken und Flossen; bei gut selektierten Ultrafine-Linien ist dieses Peppering meist reduziert. Geschlechtsunterschiede sind nur dezent: ausgewachsene Weibchen wirken in der Draufsicht runder und fülliger, besonders im Bauchbereich, Männchen zeigen häufig einen etwas markanteren Kopf-/Nackenbereich.

Natürlicher Bezug & Herkunft

Ultrafine point Pigeon Blood Diskus ist eine reine Zuchtform der Aquaristik ohne eigenen Naturstandort. Die zugrunde liegende Pigeon-Blood-Linie geht auf eine Mutation aus roten Turquoise-Diskus zurück, die um 1989 von thailändischen Züchtern selektiert und als eigenständiger Stamm etabliert wurde. Von dort aus verbreiteten sich Pigeon-Blood-Diskus weltweit und wurden mit anderen Linien gekreuzt, woraus zahlreiche Varianten (Classic, Checkerboard, Red, White, Ultrafine etc.) entstanden.

Die Haltungsansprüche orientieren sich an den Naturhabitaten der Wilddiskus im Amazonasbecken (Brasilien/Peru): langsam fließende Schwarzwasser- und Klarwasserarme mit sehr weichem, leicht saurem Wasser, Temperaturen dauerhaft deutlich über 26 °C, feinem Sand- oder Feinsedimentboden, Wurzeln, Ästen, Totholz und Bereichen mit Laubansammlungen. In diesen strukturreichen, schattigen Uferzonen stehen Diskus in Gruppen zwischen senkrechten Strukturen und Wurzeln, wo sie Schutz finden und ihre Eier an senkrechten Substraten ablegen.

Verhalten

Diskus sind ruhige, gruppenorientierte Cichliden mit ausgeprägter Sozialstruktur. Der Ultrafine point Pigeon Blood Diskus sollte immer in einer Gruppe von mindestens 5–6 Tieren, besser 8 oder mehr Exemplaren gepflegt werden. Innerhalb der Gruppe bildet sich eine Rangordnung mit kurzen Verfolgungen, Imponiergesten (Flossenspreizen, Farbintensivierung) und Futterkonkurrenz, die bei ausreichendem Platz und Sichtschutz in der Regel ohne ernsthafte Verletzungen bleibt.

Gegenüber anderen ruhigen, friedlichen Arten verhalten sich Pigeon-Blood-Diskus meist tolerant, solange diese die hohen Temperaturansprüche teilen und nicht zu hektisch oder flossenknabbernd sind. Geeignet sind z. B. ausgewählte südamerikanische Salmler, ruhige Zwergbuntbarsche und Panzerwelse, die ebenfalls warmes Wasser mögen. Sehr aktive Schwarmfische, größere, aggressive Cichliden oder ständige Unruhe (häufiges Hantieren im Becken, starke Geräuschquellen) führen zu Stress, Futterverweigerung und erhöhter Krankheitsanfälligkeit.

Aquarienhaltung

Für eine kleine Gruppe Ultrafine point Pigeon Blood Diskus ist ein Aquarium ab etwa 120 cm Kantenlänge (ca. 300 l) als untere Grenze sinnvoll; für größere Gruppen oder Beibesatz sind Becken ab 150 cm deutlich geeigneter. Als Bodengrund empfiehlt sich feiner Sand oder sehr feiner, abgerundeter Kies, der leicht sauber zu halten ist und auch bodenorientierten Begleitfischen gerecht wird.

Hohe Wurzeln, Äste, senkrechte Strukturen, Steine und dichter Randbewuchs schaffen Rückzugsbereiche und Sichtbarrieren, dazwischen sollten offene Schwimmzonen bleiben, in denen sich der Schwarm aufhalten kann. Schwimmpflanzen oder hochwachsende Pflanzen dämpfen das Licht und geben Sicherheit. Die Filterung muss sehr leistungsstark dimensioniert sein (große Außenfilter, ggf. Vorfilterung), da Diskus reichlich gefüttert werden und empfindlich auf erhöhte Keim- und Schadstoffbelastung reagieren. Eine gut bewegte Oberfläche und ggf. zusätzliche Belüftung sorgen für hohe Sauerstoffsättigung, ohne im Aufenthaltsbereich eine starke Strömung zu erzeugen.

Wöchentliche Wasserwechsel von mindestens 30–50 % mit gut angepasstem, vorgewärmtem Wasser sind Pflicht. Der Ultrafine point Pigeon Blood Diskus sollte nur in einem sehr gut eingelaufenen Aquarium mit langfristig stabilen Parametern gepflegt werden; frisch eingerichtete Becken oder stark schwankende Bedingungen sind ungeeignet.

Wasserparameter

  • Temperatur: 27–30 °C
  • pH-Wert: 5,5–7,0
  • Härte: sehr weich bis mittelhart

Ernährung

In der Natur sind Diskus überwiegend Kleintierfresser und nehmen Insektenlarven, Kleinkrebse, Würmchen und feinen Aufwuchs auf. Im Aquarium bewährt sich eine abwechslungsreiche, proteinbetonte Kost. Basis sollten hochwertige, langsam sinkende Diskus- und Cichliden-Granulate sein, die im Mittelwasser und oberen Bodennahbereich aufgenommen werden. Ergänzend können kräftige, für Diskus geeignete Futter-Tabletten angeboten werden.

Für Wachstum, Kondition und die intensive Zeichnung der Pigeon-Blood-Linien sind regelmäßige Gaben von Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Mysis, Krill, feinen Krustentiermischungen und sorgfältig ausgewählten Mückenlarven wichtig. Moderne Frostmischungen auf Basis von Fisch- und Krebstierfleisch haben sich gegenüber stark fetthaltigen Säugerprodukten (klassische Rinderherzmischungen) bewährt und belasten das Wasser weniger. Mehrere kleinere Fütterungen pro Tag in Kombination mit konsequentem Entfernen von Futterresten helfen, die Wasserqualität hoch zu halten.

Fortpflanzung

Ultrafine point Pigeon Blood Diskus sind wie andere Diskus Substratlaicher mit intensiver Brutpflege durch beide Eltern. In harmonierenden Gruppen bilden sich Paare, die bevorzugt senkrechte Flächen (große Blätter, Wurzeln, Laichkegel, Steine) als Laichplatz auswählen. Dort legt das Weibchen Reihen von Eiern ab, die vom Männchen befruchtet werden; anschließend bewachen und befächeln beide Eltern das Gelege.

Für gezielte Zucht sind sehr weiches, leicht saures Wasser, hohe Temperaturen, ausgezeichnete Wasserqualität und ein ruhiges Umfeld nötig. Nach dem Schlupf haften die Larven zunächst am Substrat, bevor sie nach einigen Tagen frei schwimmen und sich vom Hautsekret („Elternschleim“) der Eltern ernähren. In dieser Phase dürfen die Eltern nicht gestört werden. Später kann mit feinem Staubfutter und frisch geschlüpften Artemia-Nauplien zugefüttert werden. Am zuverlässigsten gelingt die Zucht in separaten, speziell vorbereiteten Zuchtbecken ohne weiteren Besatz.

  • Maximale Größe: ca. 15–18 cm (einzelne Tiere bis etwa 20 cm Scheibendurchmesser)
  • Herkunft: Zuchtform aus Pigeon-Blood-Linien (Symphysodon-Hybriden); Wildvorfahren aus Schwarzwasser- und Klarwasserbereichen des Amazonasbeckens (Südamerika)
  • Besonderheiten: sehr fein gezeichnete Pigeon-Blood-Variante mit extrem dichtem Punkt-/Netzmuster; empfindlich gegenüber Schwankungen und Wasserbelastung, daher nur für erfahrene Diskushalter mit großen, stark gefilterten, sehr gut eingelaufenen Aquarien geeignet.

Steckbrief zum Symphysodon sp. Pigeon Blood Ultrafine

Nahrung

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