
Pseudacanthicus spec Hybrid L-96 x L-452
bei uns vorrätig | Lieferzeit 1-2 Werktage
Pseudacanthicus spec Hybrid L-96 x L-452
Groß werdender Kaktuswels-Hybrid innerhalb des Pseudacanthicus-Komplexes, entstanden aus einer Kreuzung von Pseudacanthicus sp. „L 96“ (P.-spinosus-Gruppe, klares Wasser im Bundesstaat Pará, Brasilien) und Pseudacanthicus sp. „L 452“ (Rio Tapiche, Peru). Optisch verbindet der Hybrid die kräftige Punktzeichnung und ausgeprägte Stachelpanzerung von L 96 mit dem eher kompakteren Körperbau und der kontrastreichen Punktmusterung von L 452. Im Aquarium handelt es sich um einen territorialen, dämmerungs- bis nachtaktiven Bodenbewohner, der ein großes, stark strukturiertes und sehr gut eingelaufenes Aquarium mit hoher Sauerstoffsättigung benötigt.
Größe & Erscheinungsbild
Pseudacanthicus spec Hybrid L-96 x L-452 erreicht im Aquarium je nach Linie etwa 25–30 cm Gesamtlänge, einzelne Tiere können noch größer werden. Der Körper ist massiv, länglich und deutlich abgeflacht, mit breiter Kopfpartie und kräftigem Schwanzstiel. Typisch für Kaktuswelse sind die stark entwickelten Odontoden („Stacheln“) entlang der Flanken, auf dem Kopf und an den Flossenstrahlen.
Die Grundfärbung variiert zwischen dunkelbraun bis anthrazitgrau; darüber liegt ein dichtes Muster aus hellen Punkten, das an die Punktzeichnung von L 96 und L 452 erinnert. In manchen Linien sind die unpaaren Flossen (Rücken-, Fett- und Schwanzflosse) dezent orange bis rötlich betont, in anderen dominieren rein helle Punkte auf dunklem Untergrund. Jungtiere zeigen meist eine besonders kontrastreiche Zeichnung, die mit zunehmendem Alter etwas dunkler und ruhiger werden kann. Geschlechtsreife Männchen entwickeln deutlich kräftigere Odontoden an Kopfseiten und Brustflossenstrahlen und wirken kantiger, während Weibchen fülliger und in der Bauchregion rundlicher erscheinen.
Natürlicher Bezug & Herkunft
Als Hybrid besitzt Pseudacanthicus spec Hybrid L-96 x L-452 keinen eigenen Naturstandort; der ökologische Bezug ergibt sich aus den Lebensräumen der Elternformen. Pseudacanthicus sp. „L 96“ (P.-spinosus-Komplex) stammt aus klaren Flussabschnitten im Bundesstaat Pará (Amazonasgebiet, Brasilien) mit felsigem Untergrund, Sand- und Kiesbänken sowie starker Strömung. Pseudacanthicus sp. „L 452“ wird aus dem Rio Tapiche in Peru importiert, einem Nebenfluss des Amazonas mit warmem, sauerstoffreichem Wasser, Geröll- und Felszonen sowie sandigen Rinnen.
Gemeinsam sind diesen Biotopen warme, tropische Temperaturen, hohe Sauerstoffsättigung, sauberes Wasser und strukturreiche Untergründe aus Felsplatten, größeren Steinen, grobem Kies und eingelagerten Sandflächen. Wurzeln, versunkenes Holz und Bereiche mit Laubansammlungen sorgen für zusätzliche Deckung. Die Tiere halten sich tagsüber vor allem in Felsspalten, unter Wurzeln und in Höhlen auf und gehen in der Dämmerung und Nacht auf Nahrungssuche entlang des Bodens.
Verhalten
Der Hybrid zeigt das typische Verhalten großer Pseudacanthicus-Arten: dämmerungs- bis nachtaktiv, stark revierbildend und gegenüber Artgenossen sowie anderen bodenorientierten Großwelsen deutlich durchsetzungsstark. Tagsüber halten sich die Tiere bevorzugt in Höhlen, unter großen Wurzeln oder zwischen Felsplatten auf; mit zunehmender Eingewöhnung sind sie bei gedämpfter Beleuchtung auch häufiger tagsüber zu beobachten.
Innerartlich kann es zu heftigen Drohgebärden kommen: seitliches Präsentieren, Aufstellen der Odontoden, Flossenspreizen und schubsendes „Rempeln“ sind typisch. In sehr großen, stark strukturierten Aquarien mit vielen Höhlen ist die Haltung mehrerer Tiere möglich, es sollte aber immer mit Revierstreitigkeiten gerechnet werden. Gegenüber anderen Fischen verhält sich der Hybrid meist tolerant, solange diese nicht zu klein (Beute) oder selbst stark revierbildend sind. Geeignet sind robuste, größere Begleitfische wie mittelgroße bis große südamerikanische Cichliden oder andere wehrhafte Großfische mit ähnlichen Wasseransprüchen.
Aquarienhaltung
Aufgrund der Endgröße und des Revierverhaltens ist für Pseudacanthicus spec Hybrid L-96 x L-452 ein Aquarium ab mindestens 150 cm Kantenlänge empfehlenswert; für mehrere Exemplare oder große Beifische sind Becken ab 180 cm und entsprechender Tiefe sinnvoller. Als Bodengrund eignet sich eine Kombination aus Sand und abgerundetem Kies, wichtig ist eine absolut standsichere Dekoration, da die kräftigen Kaktuswelse graben und schwere Steine oder Wurzeln verschieben können.
Das Becken sollte zahlreiche, dem Körpermaß angepasste Höhlen bieten (Keramikröhren, Stein- oder Schieferhöhlen), ergänzt um große Wurzeln, Felsaufbauten und beschattete Zonen mit Laubansammlungen. Freier Schwimmraum für nächtliche Rundgänge ist ebenfalls nötig. Die Filterung muss sehr leistungsstark dimensioniert sein (große Außenfilter, optional zusätzliche Strömungspumpen), um trotz proteinreicher Fütterung eine niedrige Keim- und Schadstoffbelastung zu gewährleisten. Eine kräftig bewegte Oberfläche und ggf. zusätzliche Belüftung sorgen für hohe Sauerstoffsättigung. Wöchentliche, große Wasserwechsel von etwa 30–50 % mit gut angepasstem, sehr sauberem Wasser sowie ein gut eingelaufenes Aquarium sind unverzichtbar.
Wasserparameter
- Temperatur: 25–29 °C
- pH-Wert: 6,0–7,5
- Härte: weich bis mittelhart
Ernährung
Wie die Elternformen ist der Hybrid ein deutlich carnivorer Bodenfisch. In der Natur ernähren sich Pseudacanthicus-Arten überwiegend von Wirbellosen (Krebstiere, Insektenlarven, Würmer), Schnecken, Aas und gelegentlich Fisch. Im Aquarium bildet eine kräftige, proteinreiche Basis aus langsam sinkenden, hochwertigen Granulaten für Harnischwelse und Großcichliden sowie passenden Wels- und Cichliden-Tabletten die Grundlage.
Unverzichtbar sind regelmäßige Gaben von Lebend- und Frostfutter wie Krill, Garnelen- und Krebsstücken, Muschelfleisch, Mysis, größeren Artemia, Insektenlarven oder Fischstücken. Ein kleiner pflanzlicher Anteil (Spirulina-haltige Trockenfutter, gelegentlich überbrühte Gemüsechips) unterstützt die Verdauung, steht aber nicht im Vordergrund. Aufgrund der hohen Eiweißlast ist eine gute Wasserhygiene besonders wichtig: lieber mehrere kleinere Fütterungen, überwiegend in der Dämmerung, als eine große Mahlzeit, und Futterreste nach Möglichkeit zeitnah entfernen.
Fortpflanzung
Fortpflanzungsbiologisch entspricht der Hybrid den anderen Pseudacanthicus-Arten und ist ein Höhlenlaicher mit Brutpflege durch das Männchen. Zuchtversuche sollten nur in sehr großen, ruhigen Artbecken mit mehreren stabilen, knapp bemessenen Höhlen stattfinden. Nach intensiver Konditionierung mit reichlich Lebend- und Frostfutter besetzt das Männchen eine Höhle, in die ein laichbereites Weibchen zur Eiablage gelockt wird.
Das Gelege wird an der Höhlenwand abgelegt und vom Männchen befruchtet, anschließend bewacht und mit den Flossen befächelt, bis die Larven schlüpfen. Die Inkubationsdauer hängt von der Temperatur ab (meist etwa eine Woche), es folgt eine Dottersackphase, bevor die Jungfische die Höhle verlassen. Die Aufzucht gelingt mit feinen, proteinreichen Granulaten und kleinen Lebend-/Frostfuttersorten (z. B. Artemia-Nauplien, feine Cyclops, klein gehackter Krill) bei sehr sauberem, sauerstoffreichem Wasser und großzügiger Filterkapazität. Da es sich um einen Hybrid handelt, ist die gezielte Weiterzucht vorrangig ein Thema für erfahrene Spezialisten mit entsprechendem Platzangebot.
- Maximale Größe: ca. 25–30 cm (einzelne Tiere größer möglich)
- Herkunft: Aquaristik-Hybrid aus Pseudacanthicus sp. „L 96“ (P.-spinosus-Gruppe, Pará/Amazonasgebiet, Brasilien) und Pseudacanthicus sp. „L 452“ (Rio Tapiche, Peru)
- Besonderheiten: groß werdender Kaktuswels-Hybrid mit starker Punktzeichnung und ausgeprägter Odontoden-Bewaffnung; deutlich territorial, daher nur für große, stark gefilterte, sauerstoffreiche Großaquarien mit vielen stabilen Höhlen geeignet.
Steckbrief zum Pseudacanthicus spec Hybrid L-96 x L-452
| Nahrung |
|---|