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Rineloricaria sp Red

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Rineloricaria sp Red

Zierliche, intensiv rotbraune Hexenwels-Zuchtform aus der Gattung Rineloricaria, im Handel meist als „Roter Hexenwels“ bzw. mit der L-Nummer L010a angeboten. Die genaue Wildform und Herkunft sind nicht gesichert; vermutlich geht die Form auf südamerikanische Lanzenharnischwelse (u. a. Rineloricaria-/Leliella-Typen) aus dem Amazonas-/Tocantins-Gebiet zurück. Im natürlichen Vorbildmilieu bewohnen solche Arten sandige, gut durchströmte Flussabschnitte mit Holz, Wurzeln und Bereichen mit Laubansammlungen. Im Aquarium handelt es sich um einen friedlichen, bodenorientierten Aufwuchsfresser, der ein gut strukturiertes, sauerstoffreiches und sehr gut eingelaufenes Aquarium mit Feinsandboden schätzt.

Größe & Erscheinungsbild

Rineloricaria sp Red erreicht im Aquarium etwa 10–12 cm Gesamtlänge. Der Körper ist sehr langgestreckt, schlank und typisch „Hexenwels“-förmig mit niedriger Körperhöhe und seitlich abgeflachtem Querschnitt. Der Kopf ist dreieckig, das Maul unterständig mit haftenden Lippen, der Schwanz endet in einer langen, peitschenartigen Filamentverlängerung.

Charakteristisch ist die rotbraune bis ziegelrote Grundfärbung, die je nach Zuchtlinie und Kondition von rostrot bis kräftig orange-rot reicht. Bei gut gepflegten Tieren treten dunklere Flecken und feine Netz- oder Streifenmuster auf Flanken und Flossen auf. Jungtiere wirken oft noch bräunlicher, die rote Färbung entwickelt sich mit dem Alter und bei protein- und krebsreichem Futter. Männchen bilden zur Geschlechtsreife an Kopfseiten und Brustflossenstrahlen deutlich sichtbare Borsten (Odontoden) aus und wirken etwas kantiger, während Weibchen fülliger werden und einen runderen Bauch zeigen.

Natürlicher Bezug & Herkunft

Die „Red“-Form ist bislang nicht wissenschaftlich beschrieben; viele Fachquellen sehen sie als Zuchtform oder Farbvariante aus dem Rineloricaria lanceolata-Komplex, andere sprechen von einer eigenständigen, noch nicht zugeordneten Art. Konkrete Fangorte sind nicht dokumentiert, als grober Ursprung wird Südamerika, insbesondere das Amazonas- und Tocantins-Becken, angenommen.

Die natürlichen Vorbildhabitate vergleichbarer Rineloricaria-Arten sind ruhige bis mäßig schnell fließende Flussabschnitte, sandige Uferzonen, flache Nebengewässer und Buchten mit Feinsand, feinem Kies, Wurzeln, Totholz und Bereichen mit Laubansammlungen. Das Wasser ist tropisch warm, gut durchlüftet und meist weich bis mittelhart, mit pH-Werten im leicht sauren bis annähernd neutralen Bereich. Die Tiere ruhen tagsüber häufig flach auf dem Substrat oder zwischen Holzstrukturen und werden in der Dämmerung aktiver.

Verhalten

Rineloricaria sp Red ist ein ruhiger, überwiegend dämmerungs- und nachtaktiver Bodenbewohner. Die Tiere sitzen meist auf dem Bodengrund oder angelehnt an Wurzeln und Steine und durchstöbern den Untergrund nach Futter. In der Gruppe zeigen sie ein lockeres Sozialverhalten; leichte Rangeleien um Futterplätze oder Höhlen verlaufen in der Regel harmlos.

Gegenüber anderen friedlichen Fischen ist die Art gut verträglich und eignet sich für Gesellschaftsaquarien mit ruhigen Salmlern, Zwergbärblingen, Panzerwelsen und ähnlichen Mitbewohnern. Sehr große, hektische oder grobschlächtige Fische sowie Arten, die gern an Flossen knabbern, sollten vermieden werden. Der Wels ist eher scheu und profitiert von ausreichend Rückzugsmöglichkeiten und gedämpftem Licht.

Aquarienhaltung

Für eine kleine Gruppe wird ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge empfohlen; mehr Grundfläche ist insbesondere bei mehreren Tieren von Vorteil. Zentrales Element ist ein weicher, feiner Sandboden (oder sehr feiner, abgerundeter Kies), in den die Tiere sich teilweise einarbeiten können, ohne sich die Haut zu verletzen. Flach liegende Wurzelhölzer, Steine, Laub sowie Höhlen in Form von Tonröhren oder PVC-Röhren bilden Verstecke und potenzielle Laichplätze.

Eine strukturierte Einrichtung mit einigen bepflanzten Randbereichen, Aufsitzerpflanzen auf Wurzeln und Steinen sowie Bereichen mit Laubansammlungen schafft Deckung und Aufwuchsflächen. Die Filterung sollte leistungsfähig sein und eine moderate bis deutliche Strömung entlang des Bodens erzeugen; eine gut bewegte Oberfläche sorgt für hohe Sauerstoffsättigung. Regelmäßige, eher größere Wasserwechsel (wöchentlich etwa 30–50 %) mit gut angepasstem, sauberem Wasser und ein sehr gut eingelaufenes Aquarium sind entscheidend, da empfindliche Harnischwelse schlecht auf erhöhte Keimzahlen und plötzliche Schwankungen reagieren.

Wasserparameter

  • Temperatur: 23–27 °C
  • pH-Wert: 6,0–7,5
  • Härte: weich bis mittelhart

Ernährung

Rineloricaria sp Red ist ein omnivorer Aufwuchsfresser, der in der Natur feinen Aufwuchs, Biofilm, Algenbeläge und kleine Wirbellose vom Substrat aufnimmt. Im Aquarium bildet eine Mischung aus langsam sinkenden, fein bis mittelfein granulierten, hochwertigen Granulaten für Harnisch- und Bodenfische sowie speziellen Wels-Tabletten die Futterbasis. Diese sollten auf Sandflächen, Holz oder flache Steine gelegt werden, damit die Tiere sie in typischer „Abweide-Haltung“ aufnehmen können.

Zur Ergänzung sind regelmäßige Gaben von Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Mückenlarven, Daphnien und klein gehackten Krustentieren sinnvoll und fördern sowohl Kondition als auch die rote Färbung. Ein pflanzlicher Anteil (Spirulina-haltige Futtersorten, überbrühte Gemüsechips wie Zucchini oder Spinat) unterstützt die Verdauung und simuliert den natürlichen Aufwuchsanteil. Mehrere kleine Fütterungen über den Tag sind einer großen vorzuziehen, um Wasserbelastung zu vermeiden; Futterreste sollten nicht im Sand verbleiben.

Fortpflanzung

Die Zucht von Rineloricaria sp Red gelingt in der Aquaristik regelmäßig und ähnelt der Fortpflanzung anderer Rineloricaria-Arten. Es handelt sich um Höhlenlaicher mit Brutpflege durch das Männchen. Für Zuchtversuche richtet man ein separates Becken mit mehreren engen Röhren (Ton- oder PVC-Röhren, Kokosnussschalen mit schmalem Eingang), ruhigen Zonen und sauberem, gut durchströmtem Wasser ein.

Nach intensiver Konditionierung mit reichlich Lebend- und Frostfutter besetzt ein Männchen eine Höhle und lockt ein Weibchen hinein. Das Weibchen klebt ein Gelege von meist 40–80 Eiern an die Höhlenwand; anschließend übernimmt das Männchen die Bewachung und befächelt die Eier, bis sie nach rund 10–12 Tagen (temperaturabhängig) schlüpfen. Die Larven bleiben zunächst mit großem Dottersack in der Höhle, bevor sie frei schwimmen. Als Erstfutter dienen frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und feine Frostfuttersorten; sehr sauberes Wasser, ausreichend Sauerstoff und eine niedrige Keimdichte sind für eine erfolgreiche Aufzucht entscheidend.

  • Maximale Größe: ca. 10–12 cm
  • Herkunft: Zuchtform; Ursprung vermutlich Südamerika (Amazonas-/Tocantins-Gebiet, sandige, gut durchströmte Flussabschnitte mit Holz und Laub)
  • Besonderheiten: attraktive rote Hexenwels-Zuchtform (L010a) mit vergleichsweise moderater Größe; gut für ruhige Gesellschafts- und Aquascaping-Becken geeignet; benötigt Feinsandboden, viele Verstecke/Höhlen, gute Sauerstoffversorgung, regelmäßige Wasserwechsel und ein gut eingelaufenes Aquarium.

Steckbrief zum Rineloricaria sp Red

Nahrung

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