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Corydoras CW133

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Hoplisoma sp. CW133

Kleinbleibender, kurzschnäuziger Panzerwels aus der Gattung Hoplisoma, im Hobby unter dem Code „CW133“ bekannt. Die Tiere stammen aus dem Rio-Abunã-System an der Grenze zwischen Bolivien und Nordwest-Brasilien und besiedeln dort ruhige Uferzonen und Nebenarme mit feinem Sand, eingespülten Wurzeln, Ästen und Bereichen mit Laubansammlungen. Das Wasser ist weich, leicht sauer bis annähernd neutral, gut sauerstoffreich und eher schwach bis moderat strömend. Im Aquarium fühlt sich Hoplisoma sp. CW133 in einem gut eingelaufenen Becken mit Feinsand, reichlich Struktur und einer Gruppe von Artgenossen am wohlsten.

Größe & Erscheinungsbild

Hoplisoma sp. CW133 bleibt mit etwa 3–4 cm Gesamtlänge relativ klein; Weibchen werden etwas kräftiger und minimal größer als Männchen. Die Körperform ist typisch kurzschnäuzig: kompakt, leicht hochrückig mit breiter Brustpartie und deutlicher Panzerung aus Knochenplatten. Der Kopf ist kurz, das Maul endet unterständig und trägt mehrere sensible Barteln zur Nahrungssuche im Bodengrund.

Die Grundfärbung ist beige bis graubraun mit feiner, dunkler Punktzeichnung, die zu einem dezenten Netzmuster oder einer schwach erkennbaren Längsbinde auf den Flanken zusammenfließen kann. Viele Tiere zeigen einen etwas dunkleren Rückenbereich und eine hellere Bauchseite. Flossen sind überwiegend transparent bis leicht gelblich getönt. Weibchen wirken in der Draufsicht deutlich fülliger, besonders im Bauchbereich, während Männchen schlanker bleiben und teils etwas länger ausgezogene Flossenstrahlen zeigen.

Natürlicher Bezug & Herkunft

Hoplisoma sp. CW133 ist aus dem Rio Abunã bekannt, einem Grenzfluss zwischen Bolivien und Nordwest-Brasilien, der in den Rio Madeira mündet. Die Tiere werden in kleineren Seitenarmen, Uferzonen und ruhigen Rückläufen gefangen, in denen sich feiner Sand, Feinsediment und organischer Detritus ablagern. Eingespülte Wurzeln, Äste, Totholz und Bereiche mit Laubansammlungen strukturieren den Boden.

Das Wasser ist überwiegend weich, schwach sauer bis annähernd neutral und durch kontinuierliche Strömung gut mit Sauerstoff versorgt. Während der Regenzeit steigen Wasserstand und Strömung, angrenzende Flachwasserzonen und überschwemmte Randbereiche werden mit genutzt, in der Trockenzeit ziehen sich die Fische in tiefere, verbliebene Rinnen und ruhigere Uferbereiche zurück. Diese saisonalen Schwankungen spiegeln sich im Aquarium am besten durch regelmäßige Wasserwechsel und leicht variierende Leitfähigkeit/Temperatur wider.

Verhalten

Hoplisoma sp. CW133 ist ein ausgesprochen friedlicher, geselliger Bodenbewohner. Die Tiere zeigen in der Gruppe ein lebhaftes Sozialverhalten, gründeln gemeinsam im Sand, ruhen dicht beieinander unter Wurzeln oder zwischen Pflanzen und reagieren bei Störungen kurzzeitig mit „Zusammenschießen“ in eine sichere Ecke. Einzeltiere wirken deutlich scheuer und zeigen weniger natürliches Verhalten.

Innerartliche Auseinandersetzungen beschränken sich auf kurze Rempeleien um attraktive Futterstellen oder Ruheplätze. Gegenüber anderen friedlichen Mitbewohnern – etwa kleinen bis mittelgroßen Salmlern, Bärblingen oder ruhigen Zwergbuntbarschen – verhält sich die Art völlig verträglich, solange nicht an Barteln oder Flossen gezupft wird. Eine Gruppenhaltung von mindestens 6–8, besser 10 oder mehr Tieren ist für Wohlbefinden und Beobachtung der arttypischen Verhaltensweisen wichtig.

Aquarienhaltung

Für eine Gruppe Hoplisoma sp. CW133 ist ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge mit großzügiger Bodenfläche gut geeignet. Wichtig ist ein feiner Sandboden, in dem die Tiere ihre Schnauze beim Gründeln tief versenken können, ohne die Barteln zu verletzen; scharfkantiger Kies ist ungeeignet. Glatte Steine, verzweigte Wurzeln, kleinere Äste und einige Höhlen sorgen für Struktur, Schattenplätze und Rückzugsräume.

Randbepflanzung und Schwimmpflanzen schaffen zusätzlich Sicherheit und dämpfen das Licht, während in der Beckenmitte freie Sandflächen als „Suchfelder“ erhalten bleiben sollten. Bereiche mit Laubansammlungen (z. B. Buchen- oder Eichenlaub, Seemandelblätter) wirken sehr natürlich, liefern Huminstoffe und bieten Mikrohabitat für Jungfische und Aufwuchs. Die Filterung darf leistungsfähig sein, sollte aber nur eine sanfte bis moderate Strömung am Boden erzeugen; eine gut bewegte Wasseroberfläche und hoher Sauerstoffgehalt sind wichtig. Regelmäßige, eher größere Wasserwechsel (wöchentlich etwa 30–50 %) und ein gut eingelaufenes Aquarium mit niedrigem Keimdruck sind entscheidend für die langfristige Gesundheit dieser kleinen Hoplisoma-Art.

Wasserparameter

  • Temperatur: 22–26 °C
  • pH-Wert: 6,0–7,2
  • Härte: sehr weich bis mittelhart

Ernährung

Hoplisoma sp. CW133 ist ein überwiegend carnivorer Bodennahrungsspezialist, der in der Natur kleine Wirbellose, Insektenlarven, Würmchen und andere Kleintiere aus Sand und Detritus aufnimmt. Im Aquarium bildet ein Sortiment aus fein bis mittelfein sinkendem, hochwertigem Granulat für Bodenfische sowie speziellen Panzerwels-Tabletten die Futterbasis. Diese sollten über die Bodenfläche verteilt werden, damit alle Gruppenmitglieder ausreichend Futter finden.

Ergänzend sind regelmäßige Gaben von Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Mückenlarven (rote nur in Maßen), Daphnien oder fein zerteiltem Krill/Fischfleisch ideal, um Kondition und Laichbereitschaft zu fördern. Sehr fettreiche Futtersorten und große Einzelportionen sollten vermieden werden, um Verfettung und Wasserbelastung vorzubeugen. Ein bis zwei Hauptfütterungen pro Tag, bei Bedarf ergänzt um eine kleine Spätfütterung, haben sich bewährt.

Fortpflanzung

Über gezielte Nachzuchten von Hoplisoma sp. CW133 gibt es bislang nur wenige Berichte, das Fortpflanzungsverhalten entspricht aber dem typischen Panzerwels-Schema. Nach kräftiger Konditionierung mit proteinreicher Kost und einem oder mehreren etwas kühleren Wasserwechseln kommen die Tiere in Laichstimmung. In der Folge sind lebhafte Verfolgungsjagden und die typische „T-Stellung“ zwischen Männchen und Weibchen zu beobachten.

Das Weibchen bildet mit den Bauchflossen kleine Eipakete und klebt diese an gut durchströmte Stellen – etwa Pflanzen, Wurzeln oder Scheiben. Da adulte Tiere Laich und Jungfische fressen können, empfiehlt sich zur gezielten Zucht ein separates Zuchtbecken mit Schwammfilter und feinem Sandboden, in das entweder die Elterntiere zum Ablaichen gesetzt und anschließend entfernt oder die Eigelege umgesetzt werden. Die Larven schlüpfen nach wenigen Tagen, leben zunächst vom Dottersack und können anschließend mit feinem Staubfutter, Mikrowürmchen und frisch geschlüpften Artemia-Nauplien aufgezogen werden. Sehr sauberes Wasser, feine Strukturen (Laub, Moose) und regelmäßige, vorsichtige Wasserwechsel erhöhen die Aufzuchtrate deutlich.

  • Maximale Größe: ca. 3–4 cm
  • Herkunft: Südamerika, Rio Abunã (Grenzgebiet Bolivien/Nordwest-Brasilien; ruhige Uferzonen und Nebenarme mit Sandboden, Holzstrukturen und Bereichen mit Laubansammlungen)
  • Besonderheiten: kleinbleibende, selten importierte kurzschnäuzige Hoplisoma-Art (CW133); idealer Gruppenfisch für gut strukturierte Gesellschafts- oder Artbecken; benötigt Feinsand, sehr gutes, sauerstoffreiches Wasser und konsequente Gruppenhaltung.

Steckbrief zum Corydoras CW133

Nahrung

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