Corydoras sp Gold stripe
Noch unbeschriebener Panzerwels aus dem „Neon-Stripe“-Komplex, im Hobby unter der Bezeichnung Corydoras sp Gold stripe bzw. CW10 bekannt. Die Tiere stammen aus klaren Nebenflüssen des peruanischen Amazonasgebietes (u. a. Pachitea-Einzugsgebiet) mit weichem, leicht saurem Wasser, sandigem Untergrund, Wurzeln, Steinen und Bereichen mit Laubansammlungen. Im Aquarium ist Corydoras sp Gold stripe ein lebhafter, friedlicher Bodenfisch, der ein gut eingelaufenes Becken mit Feinsand, guter Sauerstoffversorgung und einer größeren Gruppe Artgenossen benötigt.
Größe & Erscheinungsbild
Corydoras sp Gold stripe erreicht im Aquarium etwa 6–7 cm Gesamtlänge. Die Körperform entspricht typischen Metallpanzerwelsen: leicht hochrückig, mit breiter Brustpartie, seitlich moderat abgeflacht und von Knochenplatten („Panzerung“) bedeckt. Das unterständige Maul ist mit Barteln ausgestattet, die beim Gründeln im Substrat eingesetzt werden.
Charakteristisch ist ein leuchtender, goldgelber bis neon-gelber Längsstreifen entlang des Rückens und der oberen Flanke, der sich deutlich von der übrigen, metallisch grünlich bis bronzen schimmernden Grundfärbung abhebt. Der Bauch ist heller, häufig creme- bis hellorangefarben. Die Flossen sind überwiegend transparent bis gelblich; bei gut konditionierten Tieren zeigen Rücken- und Schwanzflosse oft einen warmen, orange-goldenen Ton. Weibchen werden kräftiger und breiter, besonders im Bauchbereich, während Männchen schlanker bleiben und in der Draufsicht weniger voluminös wirken.
Natürlicher Bezug & Herkunft
Die Form Corydoras sp Gold stripe (CW10) stammt aus Peru, wo sie in klaren Nebenflüssen und Zuflüssen des Amazonas-Systems, insbesondere im Bereich des Pachitea-/Pichis-Einzugs, gefangen wird. Diese Gewässer sind meist schmale Flussarme und Bäche mit langsam bis mäßig fließendem Wasser und hoher Ufervegetation, die für Beschattung sorgt.
Der Untergrund besteht überwiegend aus feinem Sand bis Feinkies mit eingestreuten Steinen, Wurzeln, Totholz und Bereichen mit Laubansammlungen. Das Wasser ist weich bis mäßig mineralisiert, schwach sauer bis etwa neutral und durch ständige Bewegung gut sauerstoffreich. Während der Regenzeit werden angrenzende Flächen überflutet, sodass die Tiere zeitweise auch in sehr flachen, ruhigen Überschwemmungszonen mit viel Laub und Detritus anzutreffen sind.
Verhalten
Corydoras sp Gold stripe ist ein ausgeprägter Gruppenfisch und sollte niemals einzeln gehalten werden. In einer Gruppe von mindestens 8–10 Tieren zeigt sich das gesamte Spektrum an Sozialverhalten: gemeinsames Gründeln im Sand, kurzes Hinterherjagen, „Parallelschwimmen“ und dichtes Beisammenstehen bei Störungen. Einzeltiere wirken dagegen scheu und ziehen sich häufig zurück.
Die Art ist friedlich und lässt sich sehr gut mit ruhigen bis lebhaften, nicht zu großen Schwarmfischen des Mittelwassers (z. B. Salmler, kleinere Bärblinge) sowie friedlichen Zwergbuntbarschen vergesellschaften, solange diese nicht an Barteln oder Flossen knabbern. Bei gedämpftem Licht und ausreichend Verstecken sind die Tiere auch tagsüber häufig zu sehen und durch das goldene Rückenband ein auffälliger Blickfang am Boden.
Aquarienhaltung
Für eine Gruppe Corydoras sp Gold stripe ist ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge mit großzügiger Bodenfläche geeignet; für größere Gruppen sind 80 cm oder mehr empfehlenswert. Unverzichtbar ist ein feiner Sandboden oder sehr feiner, abgerundeter Kies, damit die empfindlichen Barteln beim Gründeln nicht verletzt werden. Scharfkantiger Kies sollte vermieden werden.
Wurzeln, glatte Steine, Höhlen und dicht bepflanzte Randzonen bieten Deckung und Ruheplätze, gleichzeitig sollten freie Sandflächen als „Suchfelder“ erhalten bleiben. Bereiche mit Laubansammlungen (z. B. Buche, Eiche, Seemandel) wirken sehr natürlich, liefern Huminstoffe und zusätzliche Mikrohabitate. Die Filterung darf gern kräftig sein, sollte aber keine starke Punktströmung direkt am Boden erzeugen; wichtig sind eine gut bewegte Wasseroberfläche und hoher Sauerstoffgehalt. Regelmäßige größere Wasserwechsel (wöchentlich etwa 30–50 %) und ein gut eingelaufenes Aquarium mit stabilem, niedrigen Keimdruck sind entscheidend für langfristige Gesundheit.
Wasserparameter
- Temperatur: 22–27 °C
- pH-Wert: 6,0–7,5
- Härte: sehr weich bis mittelhart
Ernährung
Corydoras sp Gold stripe ist ein überwiegend carnivorer Bodenbewohner, der in der Natur kleine Wirbellose, Insektenlarven, Würmchen und andere Kleintiere aus Sand und Detritus aufnimmt. Im Aquarium bildet ein gutes Sortiment an sinkendem, fein bis mittelfein granuliertem hochwertigem Granulat für Bodenfische und speziellen Panzerwels-Tabletten die Futterbasis. Diese sollten so verteilt werden, dass alle Tiere in der Gruppe zum Zug kommen.
Regelmäßige Gaben von Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops, feinen Mückenlarven, Daphnien oder klein zerteiltem Krill/Fischfleisch fördern Kondition, Vitalität und Laichbereitschaft. Sehr fettreiche Futtersorten und große Einzelportionen sollten vermieden werden, um Verfettung und Wasserbelastung vorzubeugen. Ein bis zwei Hauptfütterungen täglich, bei Bedarf ergänzt um eine kleinere Spätfütterung, haben sich bewährt.
Fortpflanzung
Die Fortpflanzung entspricht grundsätzlich dem typischen Corydoras-Schema und ist im Art- oder Zuchtbecken gut möglich. Zur Laichstimulation werden die Tiere über einige Wochen reichlich mit hochwertigem Lebend- und Frostfutter konditioniert; anschließend bewähren sich größere, etwas kühlere Wasserwechsel mit weichem Wasser, die eine „Regenzeit“ simulieren.
In der Balz kommt es zu lebhaften Verfolgungen und schließlich zur typischen „T-Stellung“, bei der das Weibchen Spermien aufnimmt, ein kleines Eipaket mit den Bauchflossen formt und dieses an gut belüftete Stellen (Pflanzen, Wurzeln, Scheiben) klebt. Adulte Tiere fressen Laich und Jungfische, daher wird zur gezielten Zucht meist das Zuchtpaar nach der Eiablage umgesetzt oder die Eier werden in ein separates, flach gefülltes Aufzuchtbecken überführt. Die Larven schlüpfen nach wenigen Tagen, zehren zunächst vom Dottersack und können anschließend mit feinem Staubfutter, Mikrowürmchen und frisch geschlüpften Artemia-Nauplien großgezogen werden. Sehr sauberes Wasser, feiner Sandboden und reichlich Mikrostrukturen (Laub, Moose) erhöhen die Aufzuchtquote.
- Maximale Größe: ca. 6–7 cm
- Herkunft: Peru, klare Nebenflüsse des peruanischen Amazonasgebietes (u. a. Pachitea-Einzugsgebiet; sandige Uferzonen mit Wurzeln, Steinen und Bereichen mit Laubansammlungen)
- Besonderheiten: auffälliger „Neon-Goldstreifen“-Panzerwels aus dem CW10-/Neon-Stripe-Komplex; idealer Gruppenfisch für strukturierte Gesellschaftsbecken; benötigt Feinsand, gut sauerstoffreiches, sauberes Wasser und eine größere Gruppe zur Entfaltung seines Sozialverhaltens.
Steckbrief zum Corydoras sp Gold stripe
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