1
Einfach
Sterbas Panzerwelses Gold -

Corydoras sterbai Gold of Mato Grosso

zzgl. Versandgebühren

derzeit nicht vorrätig


Sterbas Panzerwelses Gold – Corydoras sterbai Gold of Mato Grosso

Zuchtform des klassischen Sterbas Panzerwelses aus dem Einzugsgebiet des Rio Guaporé in Mato Grosso (Brasilien/Bolivien). Die Variante „Gold of Mato Grosso“ zeigt einen deutlich helleren, goldenen Körper mit warmen Flossenfarben, bleibt aber im Verhalten ein typischer Panzerwels: friedlich, gesellig und ständig im Bodengrund auf Futtersuche. Im Aquarium fühlt sich diese Form in einem gut eingelaufenen Becken mit feinem Sand, reichlich Verstecken, Bereichen mit Laubansammlungen und einer größeren Gruppe Artgenossen am wohlsten.

Größe & Erscheinungsbild

Corydoras sterbai Gold of Mato Grosso erreicht im Aquarium in der Regel etwa 6–7 cm Gesamtlänge. Der Körper ist für Sterbai typisch eher gedrungen und hochrückig, mit breiter Brustpartie und leicht gewölbtem Rückenprofil. Die Knochenplatten sind deutlich sichtbar und bilden das typische „Rüstungs“-Bild der Panzerwelse.

Im Unterschied zur Wildform ist die Grundfärbung dieser Zuchtlinie deutlich heller: cremefarben bis goldgelb, oft mit leichtem, feinem Punkt- oder Netzzeichnungsmuster auf den Flanken. Flossen – vor allem Brust-, Rücken- und Schwanzflosse – zeigen warme gelblich bis orangefarbene Töne. Je nach Zuchtlinie kann die Iris normal dunkel oder rötlich durchscheinend wirken. Weibchen werden kräftiger, wirken in der Draufsicht breiter und fülliger, während Männchen etwas schlanker und oft minimal kleiner bleiben.

Natürlicher Bezug & Herkunft

Sterbas Panzerwelses Gold ist eine reine Aquarien-Zuchtform; die Wildform Corydoras sterbai stammt aus dem Grenzgebiet Brasilien/Bolivien, vor allem aus dem oberen Rio-Guaporé-System im Bundesstaat Mato Grosso. Dort besiedeln die Tiere ruhige Randzonen größerer Flüsse, Nebenflüsse und saisonal überschwemmte Flachwasserbereiche.

Typische Lebensräume sind flache Uferregionen mit feinem Sand- bis Feinkiesboden, eingestreuten Wurzeln, größeren Ästen und Steinen sowie Bereichen mit Laubansammlungen und organischem Detritus. Das Wasser ist überwiegend weich bis mittelhart, schwach sauer bis nahe neutral, gut sauerstoffreich und weist meist nur geringe bis moderate Strömung auf. Die Zuchtform „Gold of Mato Grosso“ nutzt im Aquarium dieselbe ökologische Nische wie die Wildform, ist aber in der Regel etwas anpassungsfähiger an stabile Leitungswasserbedingungen.

Verhalten

Sterbas Panzerwelses Gold ist ein ausgesprochen friedlicher, sozial lebender Bodenfisch. Die Tiere bilden in der Gruppe lose Trupps, die gemeinsam den Bodengrund nach Futter durchstöbern und sich bei Störungen kurzzeitig eng zusammenfinden. Einzeltiere wirken dagegen schreckhaft und zeigen deutlich weniger natürliches Verhalten.

Innerartliche Rangeleien beschränken sich auf kurze Rempeleien oder „Schubser“ um Futterplätze; ernsthafte Verletzungen sind bei ausreichend Platz und Gruppengröße kaum zu erwarten. Gegenüber anderen friedlichen Fischen des Mittel- und Oberwassers (z. B. Salmler, Bärblinge, kleine Buntbarsche) verhält sich die Art völlig verträglich. Hektische, stark räuberische oder bartelzupfende Mitbewohner sind ungeeignet. Am wohlsten fühlen sich die Tiere in Gruppen von mindestens 6–8, besser 10 oder mehr Exemplaren.

Aquarienhaltung

Für eine Gruppe Sterbas Panzerwelses Gold ist ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge mit großzügiger Bodenfläche das Minimum; für größere Gruppen sind 80 cm oder mehr deutlich empfehlenswert. Entscheidend ist ein feiner Sandboden, in den die Tiere ihre Schnauze beim Gründeln gefahrlos tief eingraben können – scharfkantiger Kies kann Barteln verletzen und zu Entzündungen führen. Einige glatte Steine, Wurzeln und Höhlen schaffen Struktur, Schattenplätze und Rückzugsräume.

Dichte Randbepflanzung, Wurzeln und Bereiche mit Laubansammlungen bieten Schutz und imitieren den natürlichen Lebensraum. Gleichzeitig sollten ausreichend freie Sandflächen als „Suchfelder“ erhalten bleiben. Die Filterung darf gern kräftig sein, sollte aber keine starke, punktuelle Strömung direkt am Boden erzeugen; eine gut bewegte Wasseroberfläche und hoher Sauerstoffgehalt sind wichtig, da Panzerwelse empfindlich auf Sauerstoffmangel und hohe Keimdruckbelastung reagieren. Regelmäßige, größere Wasserwechsel (wöchentlich etwa 30–50 %) und ein gut eingelaufenes Aquarium sind wesentliche Voraussetzungen für dauerhaft gesunde Tiere.

Wasserparameter

  • Temperatur: 24–28 °C
  • pH-Wert: 6,0–7,5
  • Härte: weich bis mittelhart

Ernährung

Sterbas Panzerwelses Gold ist ein überwiegend carnivorer Bodenfresser, der in der Natur Kleinkrebse, Insektenlarven, Würmchen und andere Wirbellose aus Sand und Detritus aufnimmt. Im Aquarium bildet ein gutes Sortiment an hochwertigem, sinkendem Granulat für Bodenfische und speziellen Panzerwels-Tabletten die Futterbasis. Diese sollten über die gesamte Bodenfläche verteilt werden, damit alle Tiere Zugang haben.

Regelmäßige Gaben von Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Mückenlarven, Daphnien oder feines Krill/Fischfleisch fördern Kondition, Vitalität und Laichbereitschaft. Sehr fettreiche Futtersorten sollten nur in Maßen verwendet werden. Da die Tiere viel Zeit mit Suchen verbringen, sind ein bis zwei Hauptfütterungen plus ggf. eine kleine Spätfütterung sinnvoll – so erreichen auch rangniedere Tiere genug Nahrung, ohne das Wasser unnötig zu belasten.

Fortpflanzung

Die Zucht von Corydoras sterbai und ihren Zuchtformen gelingt im Aquarium grundsätzlich gut. Zur Laichstimulation bewähren sich reichliche Fütterung mit proteinreicher Kost und größere, leicht kühlere Wasserwechsel, die einen „Regenzeit“-Impuls setzen. In der Gruppe beginnen die Tiere dann mit lebhafter Balz, bei der Männchen Weibchen verfolgen und es zur typischen „T-Stellung“ (Brustflosse des Männchens vor dem Maul des Weibchens) kommt.

Das Weibchen nimmt dabei Spermien auf, formt mit den Bauchflossen ein kleines Eipaket und klebt dieses an gut belüftete Stellen (Pflanzen, Wurzeln, Scheibe). Da adulte Tiere Eier und Jungfische fressen, wird zur gezielten Nachzucht meist das Zuchtpaar nach der Eiablage umgesetzt oder die Eigelege werden in ein separates Aufzuchtbecken überführt. Die Larven schlüpfen nach wenigen Tagen, leben zunächst von ihrem Dottersack und können anschließend mit feinem Staubfutter, Mikrowürmchen und frisch geschlüpften Artemia-Nauplien aufgezogen werden. Sauberes Wasser, feiner Sandboden und reichlich Mikrostrukturen (Laub, Moose) erhöhen die Aufzuchterfolge deutlich.

  • Maximale Größe: ca. 6–7 cm
  • Herkunft: Aquarien-Zuchtform; Wildform aus Brasilien/Bolivien (oberer Rio Guaporé, Mato Grosso)
  • Besonderheiten: attraktive goldene Farbvariante des Sterbas Panzerwelses; idealer, friedlicher Gruppenfisch für strukturierte Gesellschaftsbecken; benötigt Feinsand, hohe Wasserqualität, gute Sauerstoffversorgung und eine größere Gruppe Artgenossen.

Steckbrief zum Corydoras sterbai Gold of Mato Grosso

Nahrung

, ,